Das Klinikum Bayreuth reagiert auf den wachsenden finanziellen Druck mit einer organisatorischen Neuausrichtung: Zum 1. Januar 2027 werden mehrere Servicebereiche in eine eigene Dienstleistungsgesellschaft ausgegliedert. Das geht aus einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter hervor, das unserer Redaktion vorliegt. Auf Nachfrage bestätigt das Klinikum das Vorhaben. Betroffen sind unter anderem die Küche, die Hauswirtschaft, der Hol- und Bringdienst, die Information und die Gärtnerei sowie die jeweils zugehörigen Verwaltungsaufgaben. Ziel ist es, Abläufe effizienter zu organisieren, Schnittstellen zu reduzieren und Personal- sowie Sachkosten einzusparen.
Das Klinikum rechnet dadurch mit jährlichen Einsparungen zwischen 500.000 und einer Million Euro. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage infolge neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen. Nach aktuellen Berechnungen entsteht dem Klinikum bereits 2027 eine zusätzliche Finanzierungslücke von rund acht Millionen Euro. Bis 2030 könnte das jährliche Defizit auf rund 20 Millionen Euro anwachsen.
Der bisherige Geschäftsbereich Service wird im Zuge der Umstrukturierung aufgelöst. Die betroffenen Beschäftigten sollen im November bei einer Informationsveranstaltung und mit einem gesonderten Schreiben über den Wechsel in die neue Gesellschaft informiert werden.
fun