Um die Wirtschaft anzukurbeln, schlägt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vor gegebenenfalls auch kirchliche Feiertage zu streichen. Es würde der deutschen Wirtschaft viel bringen und die Arbeitnehmer nicht stark belasten, sagt vbw-Geschäftsführer Bertram Brossardt. Streichen könne man beispielsweise den Ostermontag en Pfingstmontag und auch den zweite Weihnachtsfeiertag. Der Kulmbacher Dekan Friedrich Hohenberger sagt, dass die Kirche Erfahrung mit dem Thema habe. Der Buß- und Bettag wurde in den 90ern als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, um die Pflegeversicherung zu finanzieren.
Wer sich erinnert, der wird festgestellt haben, nach ein paar Jahren ist dieser Effekt verpufft. Wir haben dieselben Nöte, es hat nichts gebracht. Wir können gerne alles durchdenken aber die Erfahrung zeigt etwas ganz anderes.
Seiner Meinung nach können Feiertage sinnstiftend sein, gerade wenn es eine Ermüdung auf dem Arbeitsmarkt gibt. An solchen tagen könnte man zur Ruhe kommen und auch darüber nachdenken, wie man sich in der Gesellschaft einbringen kann. Für Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder ist der Vorschlag der vbw kein Thema. Bayern werde definitiv keinen Feiertag abschaffen, so der Ministerpräsident.