Die Gemeinde Speichersdorf stellt sich nach den Abschiebe-Bescheiden für acht syrische Asylbewerber weiter auf die Hinterbeine. Auf ein Schreiben an den bayerischen Innenminister, mit der flehenden Bitte nach einer Einzelfallbeurteilung, folgte jetzt am Sonntag (25.01.) ein Gottesdienst mit anschließender Versammlung um den Speichersdorfer Kirchbrunnen. Neben Landrat Florian Wiedemann und Mittelständler Peter Deubzer, der auch selbst 2 syrische Asylbewerber beschäftigt, hat Bürgermeister Christian Porsch eine bewegende Rede gehalten. Die Kernbotschaft: man muss differenziert entscheiden, hier geht es nicht um Zahlen, sondern um Menschen:
Menschen aus Fleisch und Blut, Menschen mit einem Herz am rechten Fleck, Menschen, die auch unfassbares Leid, schier und endliches Leid erlebt haben, wo sie herkommen, auf der Flucht auch, Erfahrungen gemacht haben, die wir alle nicht machen wollen. Und ja, es sind keine Maschinen, die man einfach so technisch wieder zurückschickt, einpackt und dann irgendwo wieder hin verfrachtet. Nein, das sind Menschen und da muss man genau hinschauen und da muss es sich auch lohnen. Wer sich engagiert, muss bleiben können. Und das ist die Forderung, die heute ausgeht.
Die jungen Geflüchteten, die seit zwei Jahren in der Gemeinde leben, Deutsch gelernt und sich integriert haben, hatten am 31.12.2025 trotz allen Bemühungen einen Abschiebebescheid bekommen.
jt