Auf dem Annafest in Forchheim und bei der Sandkerwa in Bamberg wird es keine Liste mit unerwünschten oder verbotenen Songs geben. Das teilen die beiden Städte auf Nachfrage mit.
Die musikalische Gestaltung liege vollständig in den Händen der einzelnen Schausteller, Gastronomen und Beschicker, heißt es in Bamberg. Eine Einschränkung durch die Veranstalter existiere nicht – und sei auch nicht geplant, sagt ein Sprecher der Stadt. Aus dem Forchheimer Rathaus heißt es, Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz lege Wert darauf, dass die Stadt keine Verbote bezüglich der Liedauswahl auf Volksfesten erteile. Die Stadt Forchheim sei keine Behörde, die den Inhalt von Liedtexten bewerten wolle oder dürfe, heißt es weiter.
Hintergrund ist die aktuelle Diskussion in Erlangen: Dort hat die Stadt mit Blick auf die Bergkirchweih eine Songliste an Wirte verschickt, die wegen sexistischer oder frauenfeindlicher Inhalte nicht gespielt werden sollen. Betroffen sind insgesamt zwölf Lieder, darunter bekannte Titel wie „Layla“, „Geh mal Bier hol’n“ und „Skandal im Sperrbezirk“.
tb