„Katastrophen-Winter“ für Bambergs Straßen

24. Februar 2026 , 13:23 Uhr

Ein Winter, der diesen Namen wirklich verdient, neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Doch jetzt machen sich auf Bambergs Straßen auch unübersehbar die Schattenseiten des vermeintlichen „Wintermärchens“ bemerkbar: Wie Pilze im Herbst sprießen praktisch täglich neue Schlaglöcher von teilbeachtlicher Größe und Tiefe hervor. Das schreibt die Stadt in einer aktuellen Mitteilung. Die Problematik sei kein spezielles Bamberger Phänomen, sondern werde bundesweit von den Straßenmeistereien beklagt.

Schuld sind die wechselhaften kalten Wetterbedingungen dieses Winters: Schnee, Tauwetter, Regen, dann wieder Frost sind eine fatale Kombination für alle Straßen, die keine homogene Fahrbahndecken aufweisen. Denn durch Ritzen und kleine Löcher können Regen und Schmelzwasser in die Straße eindringen.

Wird es nachts frostig, gefriert das Wasser, dehnt sich aus und sprengt den Asphalt weiter auf. Taut das Eis, fließt das Wasser wieder ab, und es bleibt ein Hohlraum zurück. An dieser Stelle wird die Straße durch das Gewicht von Autos und Lastwagen eingedrückt – ein Schlagloch entsteht.

Die Abteilung Straßenunterhalt bei Bamberg Service ist bereits seit Wochen in diversen „Sondereinsätzen“ aktiv, um zunächst die schlimmsten Schlaglöcher, die eine Gefahr darstellen können, mit Reparaturasphalt zu verfüllen, der gleichwohl keine Dauerlösung darstellt. Dabei wird nach Straßenkategorien gearbeitet: Erst die Hauptverkehrsstraßen, dann Sammelstraßen und zuletzt reine Anliegerstraßen.

Bei Straßen mit mehreren aufeinanderfolgenden Schlaglöchern sollen Schäden in den kommenden Wochen (und Monaten) mit einem Heißasphaltkocher beseitigt werden. Auch dabei werden die Schadensstellen nach der Straßenkategorie und in Abhängigkeit der personellen Ressourcen abgearbeitet.

Mit einer „Eilsanierung“ wurde am Montag, 23. Februar, in der Hertzstraße begonnen. Dabei stellte sich heraus, dass die Schäden so groß sind, dass eine komplette Fahrbahnhälfte neu asphaltiert werden muss. Die Vollsperrung wird daher noch bis Freitag, 27. Februar, dauern. Ähnliche Maßnahmen werden dann unmittelbar in weiteren Straßenzügen durchgeführt.

Bamberg Service geht derzeit davon aus, dass es ca. vier bis sechs Monate in Anspruch nehmen wird, die Frostschäden einigermaßen wieder in den Griff zu bekommen. Mittel- bis langfristig erfolgversprechend dürften aber nur Komplettsanierungen sein, wie sie die Stadt in den vergangenen zwei Jahren zum Beispiel in der Brennerstraße, der Richard-Wagner-Straße, am Oberen Kaulberg und an der Weide erfolgreich umgesetzt hat.

Aufmerksame Bürgerinnen und Bürger, die die Stadt Bamberg über neu entstandene Schlaglöcher informieren wollen, können dies über den „Bamberg-Melder“ tun. Diesen erreichen Sie unter www.stadt.bamberg.de unter „Bamberg-Melder“.

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