Seit 2019 sind in Oberfranken mehr als 15.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Allein vergangenes Jahr waren es laut der IHK für Oberfranken Bayreuth rund 3.700 Jobs weniger. Die Zahl der Beschäftigten in der Industrie ist damit auf einen historischen Tiefstand gesunken. Gründe seien unter anderem schwierige Standortbedingungen, unsichere internationale Märkte und die Krise der deutschen Autoindustrie. Kammer-Präsident Michael Waasner fordert deshalb dringend Veränderungen:
„Wir brauchen jetzt eine wirtschaftsfreundliche Politik, eine Politik, die die Standortfaktoren verbessert. Dafür brauchen wir ein Jahr der Reformen, eine Agenda 2030, eine Agenda für mehr Wachstum. Unsere Unternehmen brauchen eine verlässliche Zukunftsperspektive.“
Nur so könne der Wirtschaftsstandort Oberfranken wieder gestärkt werden, so Waasner. Die IHK Oberfranken Bayreuth hat deshalb auch ein Positionspapier verabschiedet – mit der Forderung nach mehr Vollzeitarbeit und einer Senkung der Krankheitsquote.