Es ist ein Umweltskandal, der im wahrsten Sinne des Wortes bis nach Hof gelangt ist: Eine Kleinstadt in Tschechien hatte es über längere Zeit mit Tonnen von Müll aus Deutschland zu tun. Darunter Sondermüll wie Überreste von Windrädern und Batterieschrott. Der Freistaat Bayern hat den Müll aufwendig zurückholen müssen. Ein Teil davon ist schließlich im vergangenen Herbst in Hof zur Trennung und Zwischenlagerung gelandet.
Verantwortlich für die illegale Müllablagerung in ganz großem Stil soll der Chef eines ehemaligen Abfallentsorgungsunternehmens aus Weiden sein. Er steht ab kommenden Donnerstag (11.06.) vor dem Landgericht Weiden. Neben ihm ist außerdem ein Tscheche angeklagt, der die Transporte organisiert haben soll. Beide müssen sich wegen der illegalen Verbringung und Ablagerung der Abfälle sowie weiterer Delikte verantworten. Zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zählt auch, dass die Angeklagten in Kauf genommen haben, dass Mitarbeiter mit giftigen Stoffen in Kontakt kommen. Ihnen drohen Geldstrafen und mehrere Jahre Haft.