Die IHK für Oberfranken in Bayreuth warnt vor den Plänen der SPD zur Erbschaftsteuer. Nach Ansicht von IHK-Präsident Michael Waasner würde die Reform vor allem familiengeführte Betriebe härter treffen – und das sind die Unternehmen, die in Oberfranken die meisten Arbeitsplätze sichern.
Der geplante Freibetrag von fünf Millionen Euro reiche oft nicht aus, da Maschinen, Gebäude oder Fuhrparks den Wert schnell überschreiten. Zudem werde das Betriebsvermögen vom Fiskus häufig höher bewertet als marktüblich. Waasner betont: „Das Vermögen steckt im Unternehmen und ist kein frei verfügbares Geld.“
Angesichts schwacher Konjunktur, internationaler Handelskonflikte und des Ukraine-Kriegs sei jetzt steuerliche Entlastung statt zusätzlicher Belastungen nötig. Die IHK fordert eine verlässliche, mittelstandsfreundliche Politik, um Investitionen, Unternehmensnachfolgen und Arbeitsplätze in Oberfranken zu sichern.