Die Wirtschaft in Oberfranken macht aufmerksam: Immer weniger Industriearbeitsplätze, gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Die IHK für Oberfranken Bayreuth fordert jetzt ein Umdenken – und mehr Arbeitsvolumen. Seit 2019 sind in der Region über 15.000 Industriejobs verloren gegangen. Allein im vergangenen Jahr waren es rund 3.700. Für IHK-Präsident Michael Waasner ein klares Warnsignal. Ein Problem: der hohe Krankenstand. Deutschland liegt laut OECD bei den Krankheitstagen international an der Spitze. Dazu kommt eine steigende Teilzeitquote – zuletzt über 40 Prozent. Die IHK fordert deshalb konkrete Änderungen: weniger Bürokratie bei Krankmeldungen, Anreize für mehr Vollzeit – und flexiblere Regeln bei Teilzeitarbeit. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Denn gerade für viele Mittelständler werde die aktuelle Lage zunehmend existenzbedrohend.
fh