Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat ihre „Wirtschaftspolitischen Grundpositionen“ für das laufende Jahr festgezurrt. Bei der Vollversammlung der Kammer in Suhl stand die aktuelle Lage der Unternehmen im Mittelpunkt – mit deutlicher Kritik an der Politik. IHK-Präsident Herrmann warnte vor steigenden Kosten, zu viel Bürokratie und wachsendem Wettbewerbsdruck. Deutschland dürfe nicht dauerhaft teurer sein, sonst drohten Wohlstandsverluste. Die Unternehmer verabschiedeten eine Top-10-Agenda mit klaren Erwartungen: weniger Regulierung, niedrigere Energiepreise und wettbewerbsfähige Arbeitskosten. Außerdem fordert die Südthüringer Wirtschaft einen marktwirtschaftlichen und realistischen Klima- und Umweltschutz. Kritik gab es auch an der Landespolitik: Von Wirtschaftsministerin Boos-John wird mehr Einsatz für den Wirtschaftsstandort Thüringen allgemein verlangt. Außerdem müsse sie den landesspezifischen Handlungsbedarf ambitionierter angehen, so die IHK.