Die Handwerkskammer für Oberfranken übt deutliche Kritik an der Politik. Beim Jahrespressegespräch in Mainleus heißt es: Es fehle an klaren Entscheidungen und echter Umsetzung. Das schade besonders dem Handwerk und bremse notwendige Reformen aus. Trotzdem zeigt sich die Branche robust:
Mehr Betriebe, mehr Gründungen und mehr Auszubildende sprechen für Stabilität. Sorgen macht der Kammer weiter der Fachkräftemangel. Gleichzeitig setzt die HWK auf Zukunftsprojekte, wie das neue Bildungszentrum in Bamberg oder ein neues „Kompetenzzentrum für Brennstoffzellen, Wasserstofftechnologie und intelligente Ladesysteme im Handwerk“. Außerdem wurde von der Hochschule Coburg und der Uni Bamberg das bundesweit einmalige duale Studium „Bauerhalt und traditionelle Werktechniken“ entwickelt. Die Studierenden sollen dabei in viereinhalb Jahren eine Ausbildung abschließen und ihren Bachelorabschluss bekommen.
Außerdem soll ein neuer Studiengang soll das Handwerk in Oberfranken fit für die Zukunft machen. Entwickelt wurde das duale Studium „Bauerhalt und traditionelle Werktechniken“ von der Hochschule Coburg und der Uni Bamberg. Die Studierenden können dabei in viereinhalb Jahren gleichzeitig ihre Ausbildung mit der Gesellenprüfung und das Studium mit dem Bachelor abschließen. Im Fokus stehen dabei Sanierung, Umbau und klimafreundliches Bauen im Bestand. Die Handwerkskammer sieht darin eine große Chance gegen den Fachkräftemangel. Gleichzeitig übt die HWK aber deutliche Kritik an der Politik: Es fehle weiter an klaren wirtschaftlichen Impulsen. In Oberfranken zeigt sich das Handwerk insgesamt stabil – und setzt mit dem neuen Studiengang gezielt auf die Fachkräfte von morgen.