Honorarkürzung: Psychotherapeuthen gehen auf die Straße

20. März 2026 , 05:11 Uhr

Rund eine Million Menschen in Deutschland warten aktuell auf einen Therapieplatz – und ausgerechnet jetzt sollen die Honorare für Psychotherapeuten sinken. Ab April und um rund zwei Prozent. Die Sorge: Die Wartelisten könnten noch länger werden – vor allem für gesetzlich Versicherte. Die Krankenkassen argumentieren: die Kürzung wäre ein fairer Ausgleich, weil die Vergütung in den letzten Jahren deutlich gestiegen sei. Psychotherapeuten in ganz Deutschland zweifeln an der Grundlage dieser Behauptungen – immerhin ist ihre Fachgruppe weiterhin die am schlechtesten bezahlte. Auch in Bayreuth wird Kritik laut.

Psychotherapeutin Annette Bauch ist fassungslos und nimmt am Samstag (21.03.) in Nürnberg an einer Demonstration gegen die Honorarsenkung teil:

Dort wird es eine Kundgebung geben und wir gehen alle auf die Straße und möchten zeigen, dass wir da sind und nicht einverstanden sind und jeden laden wir herzlich dazu ein, teilzunehmen, denn auch wenn es einem gerade gut geht und das ist wunderbar, es kann jeden treffen in seinem Leben und irgendwann kann man auf Hilfe angewiesen sein und dann ist es wichtig, wenn sie schnell verfügbar ist.

jt

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