Der Landkreis Forchheim hat mit sofortiger Wirkung eine Haushaltssperre verhängt. Grund ist die angespannte Finanzlage: Die Einnahmen bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück, gleichzeitig steigen die Ausgaben – vor allem bei der Jugend- und Sozialhilfe. So die Mitteilung aus dem Landratsamt.
Aktuell verfügt der Landkreis über keine eigenen liquiden Mittel mehr. Die Einzahlungen aus laufender Verwaltung liegen rund 30 Prozent unter dem Plan, bei den Investitionen sind es sogar 77 Prozent.
Landrat Hanngörg Zimmermann spricht von einer „außergewöhnlichen Herausforderung“. Die Ausgaben sollen deshalb künftig noch stärker auf das Notwendige konzentriert werden.
Die Haushaltssperre bedeutet keinen Stillstand der Verwaltung. Gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben und Sozialleistungen laufen weiter. Für andere Ausgaben über 1.500 Euro und sämtliche Investitionen ist ab heute grundsätzlich eine vorherige Freigabe nötig.
Auch um die Arbeitsplätze der Beschäftigten müssen sich laut Zimmermann keine Sorgen gemacht werden. Die finanzielle Lage soll nun engmaschig beobachtet werden.