Viele Städte und Gemeinden in der Euroherz-Region haben in den vergangenen Wochen ihre Haushalte für dieses Jahr verabschiedet. Jetzt war auch der Landkreis Hof an der Reihe: Fast 162 Millionen Euro ist das tausendseitige Zahlenwerk schwer. Angesichts steigender Kosten heißt es auch hier wieder sparen. Große Posten im Haushalt des Landkreises sind Baumaßnahmen an der Klinik in Münchberg, der Ausbau des Flüsseradwegs und der gesamte soziale Bereich. Gelder für die umstrittenen Frankenwaldbrücken stehen in diesem Jahr nicht drin.
Die Landkreis-Gemeinden müssen wieder tiefer in die Tasche greifen: Wieder steigt die Kreisumlage, also das Geld, mit dem sie den Landkreis mitfinanzieren. Das ist unter anderem der steigenden Bezirksumlage geschuldet, Geld, das wiederum vom Landkreis Hof an den Bezirk Oberfranken geht. Das sorgt nicht zum erstem Mal für Kritik: So sind die Probleme die gleichen wir vor einem Jahr, macht Münchbergs Bürgermeister Christian Zuber in seiner Haushaltsrede für die SPD/ALB-Fraktion deutlich. Aufgaben werden von Bund und Land nach „unten“ delegiert, die Kommunen haben dadurch immer weniger Handlungsspielraum.
SPD, Grüne und AfD haben gegen den Haushalt gestimmt.