Deutschlands Obstbauern haben 2026 eine der besten Kirschernten seit Jahren eingefahren. Mit rund 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen lag die Erntemenge laut Statistischem Bundesamt etwa acht Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
In der Fränkischen Schweiz fällt die Bilanz dagegen deutlich schlechter aus. Jonas Maußner vom Obstinformationszentrum Hiltpoltstein erklärt:
„Die Kirschernte in der Fränkischen Schweiz war dieses Jahr eher unterdurchschnittlich. Das liegt an mehreren Faktoren. Zum einen hatten wir Starkregenereignisse bei den frühen Sorten. Dadurch hatten wir viele geplatzte Früchte. Zum anderen hatten wir aber auch eine sehr lange Trockenperiode mit starker Hitze. Das hat dazu geführt, dass die Früchte zum einen kleiner sind. Zum anderen hatten wir bei über 40 Grad relativ viel Hitzeschäden.“
Neben den Witterungsbedingungen belastete auch die Marktsituation die heimischen Erzeuger. Maußner:
„Ein weiteres Problem in diesem Jahr war der starke Import aus dem Ausland. Dadurch waren die Preise auch sehr niedrig und nicht mal kostendeckend in vielen Fällen für die Anbauer.“
Die Obstbauern appellieren deshalb an die Verbraucher, während der Kirschsaison möglichst zu regionalen Früchten zu greifen. Damit sollen die heimischen Betriebe unterstützt und lange Transportwege vermieden werden.