Die Bevölkerung wird älter und mit ihr die betreuenden Ärzte; dagegen schrumpft die Zahl der Pflegekräfte: Der Landkreis Tirschenreuth arbeitet daran, wie er sich künftig in Sachen Gesundheit aufstellen will. Dazu gibt es eine eigene Arbeitsgruppe im Landkreis, die ein Strukturgutachten erstellt. Das soll dem Landkreis künftig Handlungsempfehlungen an die Hand geben.
Es sind vor allem vier Felder, die der Landkreis Tirschenreuth angehen muss: die ambulante Versorgung, sprich: Die Praxen, in der die Patienten ein- und ausgehen… die stationäre Versorgung, also Krankenhäuser mit Betten, die Notfallversorgung und die Pflege. Bei letzterer ist davon auszugehen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in der Region in den kommenden 25 Jahren um 27 Prozent steigen wird. Daher braucht es innovative Modelle, um den Bedarf zu decken. Bei niedergelassenen Ärzten drohen in den kommenden fünf Jahren schon Engpässe, wenn einige in Rente gehen. Dabei ist dieser Sektor besonders wichtig. Immer mehr Leistungen verlagern sich in den ambulanten Bereich. Daher braucht es neue Anreize für die Niederlassung. Krankenhäuser, Notaufnahmen und Praxen müssen daher künftig besser zusammenarbeiten, so die Prognose. Telemedizin ist dabei auch ein wichtiger Faktor. In den kommenden Monaten will der Landkreis Tirschenreuth das Strukturgutachten zur medizinischen Versorgung konkretisieren.