Der Ort, wo früher die Porzellanfabrik Hutschenreuther gestanden war, steht für Design in Selb. Daran knüpft das künftige Objekt an. Die Fachschule für Produktdesign bekommt dort ein eigenes Designstudio, in dem die Schüler und Studierenden künftig kreativ arbeiten können. Bei der Grundsteinlegung am Wochenende war auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dabei:
Wir glauben nicht, dass Subventionen für Unternehmen, die sich schwer tun, eine Rolle spielen, sondern Innovation in neue Ideen. Mit diesem Studio wird hier eine völlig neue Basis gelegt für den Automobil- und Industriebereich. Das passt in eine alte Kompetenz, die noch aus Porzellan-Zeiten stammt oder der Bauhaus-Tradition, gibt eine völlig neue Kompetenz, wird der Region nutzen, aber auch bayernweit erfolgreich sein.
Der 27-Millionen-Bau soll auch neue Menschen in die Region locken. Namhafte Autobauer setzen schon seit vielen Jahren auf Personal aus Selb.
Produktdesign kommt in vielen Bereichen des Alltags zum Einsatz, zum Beispiel in der Automobilindustrie, erklärt Oberbürgermeister Uli Pötzsch:
Ein Auto entsteht zunächst erstmal aus Knetmasse, so genanntem Clay. Wenn ich ein Auto hier bauen kann in der Größe, wie es später dann auch auf der Straße fährt, dann ist das glaube ich ein sehr gutes Beispiel, dass man sich vorstellen kann, was es bedeutet, Linienführungen genau zu definieren, Farbgebungen abzustimmen und dergleichen. Das wird hier stattfinden.
Auch Landrat Peter Berek betont die Bedeutung des Designstudios für die Region:
Dass wir an der Stelle jetzt das Designstudio errichten dürfen, also wieder eine Bildungsstätte für Schönheit. Ich glaube, das spricht für sich. Es geht auch um Design von Produkten, die Effizienz und kostengünstige Varianten ermöglichen. Also ganz viele Dinge, die auch für die Zukunft anderer Dinge wichtig sind, werden hier in Selb entstehen.
Der Freistaat Bayern fördert den Bau zu einem wesentlichen Teil.