Großes Aufgebot an Einsatzkräften heute in Bamberg: Auf dem Main-Donau-Kanal haben Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Wasserwacht, DLRG, Malteser und Wasserschutzpolizei gemeinsam den Ernstfall geprobt. Rund 70 bis 75 Einsatzkräfte waren mit insgesamt etwa 24 bis 25 Booten im Einsatz.
An mehreren Stationen wurden realitätsnahe Szenarien trainiert. Geübt wurde unter anderem die Brandbekämpfung direkt vom Wasser aus – eine besondere Herausforderung für die Bootsbesatzungen. Außerdem stand ein „Mann über Bord“-Manöver auf dem Programm, bei dem eine Person aus dem Wasser gerettet und anschließend medizinisch versorgt wurde. Auch der Umweltschutz spielte eine wichtige Rolle: Die Einsatzkräfte errichteten eine Ölsperre, um einen möglichen Gewässerschaden zu simulieren. Zusätzlich trainierten die Bootsführer anspruchsvolle Fahrmanöver, etwa das sichere Navigieren in der Heckwelle.
Im Fokus der Übung stand vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen. Dafür wurden die Teams bewusst durchgemischt. „Die Kollegen haben untereinander die Boote getauscht. Also es war dann ein Polizeiboot besetzt mit einem Polizisten, einem Wasserwachtler, dazu kam ein Feuerwehrler, der ist dann weitergesprungen auf ein THW-Boot“, erklärt Elmar Mackert von der Wasserschutzpolizei Bamberg.
Sein Fazit fällt durchweg positiv aus: „Die Übung lief hervorragend. Das Wichtigste ist, es hat sich keiner verletzt, es entstanden auch keine sonstigen Schäden.“ Gleichzeitig sei so ein Training wichtig, um die eigenen Fähigkeiten weiter zu verbessern: „Auch einfach sein Können zu verbessern und vielleicht auch festzustellen, wo der eine oder andere noch ein wenig persönlichen Fortbildungsbedarf hat.“