Große Spendenbereitschaft beim Neujahrsempfang der Stadt Bamberg

27. März 2026 , 10:33 Uhr

Wie die Stadt mitteilt, wurde erneut ein starkes Zeichen der Verbundenheit gesetzt. Insgesamt 23.032,65 Euro spendeten sie im Rahmen der Veranstaltung für „RückzugsRAUM – sicheres Wohnen für Frauen“. Mit dem Projekt sollen obdachlose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen in Bamberg gezielt unterstützt werden.

Oberbürgermeister Andreas Starke sowie Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihre große Hilfsbereitschaft: „Die hohe Summe beweist eindrucksvoll, wie stark das soziale Engagement in Bamberg ausgeprägt ist und wie wichtig den Menschen in der Stadt konkrete Hilfe für besonders vulnerable Gruppen ist“, erklärten beide Politiker.

Das Projekt „RückzugsRAUM“, das von der Einrichtung „Menschen in Not“ in Kooperation mit der Stadt Bamberg umgesetzt wird, schafft neue Perspektiven für Frauen, die von Obdachlosigkeit betroffen oder bedroht sind. Während Wohnungslosigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung häufig mit Männern verbunden wird, steigt auch die Zahl der betroffenen Frauen stetig. Für sie ist ein Leben ohne festen Wohnsitz oft mit besonderen Gefahren, Scham und erheblichen Belastungen verbunden.

Im Mittelpunkt des Projekts steht der sogenannte Housing-First-Ansatz: Statt zunächst umfangreiche Voraussetzungen zu verlangen, erhalten betroffene Frauen direkt ein eigenes, abschließbares Zuhause. Geplant sind fünf neu gebaute, voll ausgestattete Mini-Appartements, die Privatsphäre, Sicherheit und Stabilität bieten. Die Wohnungen sind bezugsfertig eingerichtet, so dass sich die Bewohnerinnen unmittelbar auf ihre persönliche Zukunft konzentrieren können.

Die bauliche Realisierung der fünf Appartements mit einer Größe von jeweils rund zwölf Quadratmetern – ausgestattet mit Dusche, Toilette und Kochmöglichkeit – wird durch die großzügige Unterstützung der Josef-Badum-Stiftung ermöglicht. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund 300.000 Euro. Geplant ist ein Baubeginn Mitte des Jahres 2026.

Damit aus den Gebäuden jedoch ein dauerhaft wirksames Hilfsangebot entstehen kann, ist eine langfristige Finanzierung des laufenden Betriebs erforderlich. Neben den Unterhaltskosten des Standorts betrifft dies insbesondere die sozialpädagogische Betreuung der Bewohnerinnen. Im ersten Jahr werden Personalkosten durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. Weitere Spenden bleiben jedoch notwendig, um das Projekt dauerhaft zu sichern.

Die beim Neujahrsempfang gesammelten Spenden leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Sie helfen dabei, den „RückzugsRAUM“ mit Leben zu füllen und Frauen in einer besonders schwierigen Lebenslage neue Perspektiven zu eröffnen.

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