Der Oberbürgermeisterkandidat von Grünes Bamberg, Jonas Glüsenkamp, setzt in seinem Wahlprogramm auf einen pragmatischen Kurs mit klaren Prioritäten. Große Versprechen wolle er bewusst vermeiden – stattdessen gehe es um finanzierbare und umsetzbare Projekte. Zentral ist für ihn der Klima- und Naturschutz. Städtische Gebäude sollen energetisch saniert, erneuerbare Energien ausgebaut und das Prinzip der „Schwammstadt“ weiterentwickelt werden – also mehr Grün, mehr Wasserspeicherung und mehr Beschattung in der Innenstadt. Auch die Stadtwerke sollen eine stärkere Rolle bei der Energieversorgung übernehmen.
Gegenüber Radio Bamberg sagt Glüsenkamp:
„In den vergangenen Wochen habe ich auf dem Bamberg Forum mit den Bambergerinnen und Bambergern die zentralen Zukunftsthemen diskutiert. Soziales, Wohnen, Wirtschaft, Umwelt, Kultur, alles, was diese Stadt bewegt. Daraus entstanden ist nun mein Wahlprogramm, das ich heute öffentlich vorlege. Das Wahlprogramm ist mit einem Versprechen verbunden. Alle Projekte, die sich darin finden, sind umsetzbar, finanziell und rechtlich. Die Stadt steht vor herausfordernden Zeiten, die Kassen werden knapper und die Möglichkeiten enger. Nichtsdestotweniger braucht es neue Impulse, um die Zukunftsthemen anzugehen. Da denke ich insbesondere an die Zukunft unserer Kinder in den Bildungseinrichtungen, die Ausstattung an den Schulen, die Schulhöfe, aber auch den Wirtschaftsstandort Bamberg, wo wir neue Impulse setzen wollen. Das Wahlprogramm ist gleichzeitig ein Angebot an alle, an alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch an alle politischen Mitbewerberinnen und Mitbewerber. Der Stadtrat wird sehr bunt werden und es wird darum gehen, zusammenzuführen. Ich weiß aber auch, dass viele Parteien ähnliche Themen für die Zukunft der Stadt Bamberg sehen. Mein Wahlprogramm greift dies auf und ich möchte mit allen gemeinsam in den nächsten sechs Jahren die Themen angehen und Projekte umsetzen. Wenn Sie sich interessieren, schauen Sie gerne vorbei auf www.jonas-glüsenkamp.de. Ich werde in den nächsten Wochen auch an den Haustüren unterwegs sein, an den Wahlständen und bin in der Stadt ansprechbar für Ideen und Rückmeldungen zum Wahlprogramm ‚Beständig im Wandel‘.“
Beim Thema Wohnen setzt Glüsenkamp auf die städtische Wohnungsbaugesellschaft: „Stadtbau first“. Neue Quartiere sollen bezahlbar, sozial durchmischt und klimaverträglich entstehen. In der Innenstadt plant er ein eigenes Dialogforum, kleinere Busse im Welterbe und Maßnahmen gegen Hitze und Müll.
Weitere Schwerpunkte: eine stärkere Kulturförderung mit weniger Bürokratie, mehr Prävention für Sicherheit und eine Verwaltungsreform mit Digitalisierung, Projektstrukturen und mobilen Bürgersprechstunden in den Stadtteilen.
Für dieses Programm gilt laut Glüsenkamp die Zusage, dass die im Wahlprogramm enthaltenen Vorschläge erstens finanzierbar und zweitens umsetzbar sind, denn zu Beständigkeit gehöre gleichsam Verlässlichkeit.
Um 18:30 Uhr wird Glüsenkamp sein heute veröffentlichtes Programm auf einer öffentlichen Veranstaltung im „Kleinstadthafen“ am Leinritt vorstellen.
Bei den Kommunalwahlen am 8. März ist Jonas Glüsenkamp einer von 8 Kandidaten für den Posten des Bamberger Oberbürgermeisters.