Die Getreideernte 2026 in Oberfranken fällt unterdurchschnittlich aus und ist von einem extremen regionalen Gefälle geprägt. Hauptursache ist die lange Hitze- und Dürreperiode seit Mitte Juni, die das Getreide auf den Feldern regelrecht verbrennen ließ.
Im Bayreuther und Hofer Land konnten die Böden der Mittelgebirge weniger Wasser speichern – dort sind die Erträge unterdurchschnittlich. Im westlichen Oberfranken, in der Region Bamberg/Forchheim, ist die Ernte durchschnittlich ausgefallen. Dort sind die Böden tiefer. Trotzdem wird auch dort das Futter für die Tiere bei vielen Bauern knapp. Einige verfüttern schon ihre Vorräte. Torsten Gunselmann, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands für Bamberg und Forchheim, sagt: Die Situation werde zunehmend ernst. Viele Betriebe hätten bereits Futter zugekauft, so Gunselmann. Er sagt: Wenn sich die Lage nicht verbessert, werden in den nächsten Monaten Betriebe ihre Bestände stärker und früher reduzieren müssen – also Tiere schlachten lassen.