Es ist ein Fall, der die Menschen überregional und vor allem auch in den sozialen Medien bewegt: Im November sollen ein Mann und eine Frau in Pößneck im Saale-Orla-Kreis einen Hund aufs Übelste gequält und grausam getötet haben. Mittlerweile ermitteln die Kripo und das Veterinäramt. Am Abend hat auf dem Marktplatz in Pößneck außerdem eine Mahnwache stattgefunden, um an den getöteten Hund zu erinnern. Landrat Christian Herrgott:
Über 500 Menschen haben heute hier gezeigt, dass es ihnen nicht egal ist, was mit Tieren passiert, und auch, dass natürlich wir als kommunale Ebene, aber auch die Strafverfolgungsbehörden, mehr Handhabe brauchen gegen Menschen, die Tiere quälen oder Tiere töten. Wer Tierleid verursacht, hat an der Stelle die volle Härte des Gesetzes verdient und deswegen ist das heute ein sehr, sehr wichtiges Zeichen hier aus Pößneck.
Die Teilnehmenden der Mahnwache haben vor allem härtere Strafen für Täter gefordert. Claudia Könitzer hat eine Hundeschule in Pößneck und die Mahnwache organisiert:
Mehr Personal vielleicht bei den Behörden, weil die sind ja auch am Limit. Wirklich da mehr hingucken, auch vielleicht mal in der Nachbarschaft hingucken. Nicht immer nur: Geht mich nichts an. Diese Grundeinstellung „geht mich nichts an“, sondern wirklich auch den Schwächsten in der Gesellschaft.
Im Netz gab es zuletzt Gerüchte, dass die Beschuldigten gegen das auferlegte Tierhaltungsverbot verstoßen haben und wieder Tiere besitzen. Christian Herrgott stellt aber klar: Die Behörden haben das überprüft und festgestellt, dass die beiden keine Tiere halten.