Die Bundesregierung will das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung wie geplant morgen durchs Kabinett bringen. Das soll die Kassen um fast 20 Milliarden Euro entlasten – etwa über Ausgabenbremsen bei Praxen, höhere Zuzahlungen für Medikamente oder die Einschränkung der Mitversicherung von Ehepartnern. Kritik kommt von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach: Bei einem Besuch am Medizincampus Bayreuth erklärte Gerlach, dass die Reform keinesfalls die Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum gefährden dürfe. Die CSU Oberfranken hat außerdem ein Acht-Punkte-Programm zur Zukunft von Gesundheit und Pflege in der Region verabschiedet. Unter anderem unterstützt sie ein Modellprojekt der Unis Bamberg und Bayreuth, das Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen besser miteinander vernetzen soll. Gerlach berichtete außerdem über die Landarztprämie, die Praxisübernahmen oder -neugründungen unterstützen soll. Das Kabinett hat den Zuschuss auf bis zu 150.000 Euro erhöht.
red