Das geplante Umspannwerk im Fichtelgebirge sorgt bei Bürgern und Gemeinden weiter für Ablehnung. TenneT will nach aktuellem Stand im Zuge einer neuen Stromtrasse zwischen dem Fichtelgebirge und dem Vogtland ein Umspannwerk zwischen Marktleuthen und Kirchenlamitz bauen. Die Betroffenen zweifeln am Nutzen der Trasse und bemängeln vor allem die fehlende Kommunikation. Das scheint sich jetzt auch für ein zweites Umspannwerk für die Stromtrasse im Landkreis Hof zu wiederholen.
Die Gemeinde Regnitzlosau hat angekündigt, eine Resolution in der Gemeinderatssitzung Ende Oktober verabschieden zu wollen. Sie stellt sich entschieden gegen die Planungen des Netzbetreibers TenneT und fordert die Bundesnetzagentur auf, die Planungen und die Notwendigkeit grundlegend zu überprüfen. Bürgermeister Jürgen Schnabel:
Unabhängig davon, dass es massive Beeinträchtigungen, egal für welche Gemeinde, bedeutet, ob das jetzt die Leitung ist, die daraus resultiert, aber natürlich auch der Flächenbedarf für ein Umspannwerk, sind für uns einfach absolut nicht hinnehmbar und nicht tragbar.“
Schnabel kritisiert vor allem das Vorgehen und die Informationspolitik von TenneT. Regnitzlosau gehört demnach zum Suchradius, vorgestellt hat der Netzbetreiber sein Vorhaben aber nicht im Gemeinderat. Die Interessen der Bürger und der Schutz des Gemeindegebiets müssten Berücksichtigung finden, heißt es weiter.