Nach dem schweren Geisterfahrerunfall auf der A70 bei Oberhaid im Landkreis Bamberg sitzt der mutmaßliche Unfallverursacher in Untersuchungshaft. Gegen den 46-Jährigen besteht unter anderem der Verdacht des versuchten gemeingefährlichen Mordes. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll er am Freitagabend bewusst in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren sein und dabei einen folgenschweren Zusammenstoß mit anderen Verkehrsteilnehmern in Kauf genommen haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ ein Richter heute einen Untersuchungshaftbefehl. Der Mann konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen und wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Insassen des Fahrschulautos sind ebenfalls nicht mehr im Krankenhaus. Der Fahrer eines Seat befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Die Kriminalpolizei Bamberg hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen um Hinweise. Noch ist unklar, wo genau der 46-Jährige, der zum Unfallzeitpunkt keine Fahrerlaubnis gehabt haben soll, auf die A70 aufgefahren ist. Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Bamberg-Hafen und Viereth-Trunstadt. Insbesondere Verkehrsteilnehmer, denen der silberfarbene Ford auf der Autobahn entgegenkam, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0951/9129-491 bei der Kriminalpolizei Bamberg zu melden.