Von der Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie merken weder die Gäste noch die Beschäftigten etwas. Das wirft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten auch rund 400 Betrieben in Kulmbach, Kronach und Lichtenfels vor.
Trotz des Schnitzel-Steuergeschenks knauserten viele Gastro-Betriebe beim Lohn. Die Gewerkschaft rechnet vor, von jedem 10-Euro-Schein, den der Gast im Restaurant lasse, blieben durch die Mehrwertsteuersenkung 95 Cent zusätzlich für den Wirt übrig. Die NGG wirft den Gastronomen vor, das Geld in die eigene Tasche zu stecken. Viele bezahlten weiter nur Mindestlohn und das sei schäbig, meint die NGG.
Viele Wirte und auch die Dehoga, hatten allerdings schon vor der Mehrsteuersenkung klar gemacht, dass das Plus daraus erstmal für die Kompensation von Kosten und nötige Investitionen gebraucht werde.