Wenn man an Naturschützer denkt, hat man vielleicht etwas ganz anderes im Kopf als Rinder. Aber genau das passiert bei Speichersdorf. Im Naturschutzgebiet Haidenaabtal und Gabellohe weiden seit Mitte April Galloway-Rinder und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Das Problem auf dieser Fläche war: Sie war jahrzehntelang nicht mehr bewirtschaftet worden. Deswegen hat sich das Rohrglanzgras ausgebreitet, das anderen Pflanzen kaum eine Chance lässt und damit auch Insekten die Nahrung nimmt. Die Rinder fressen das Gras aber und geben anderen Pflanzen wieder eine Chance. Außerdem ein Bonus: in ihren Kuhfladen können sich Insekten wie Fliegen oder Käfer entwickeln. Das ungewöhnliche Projekt haben die Gemeinde Speichersdorf, der Bund Naturschutz, die Biodiversitätsberatung des Landkreises Bayreuth, der Landschaftspflegeverband und der ortsansässige Landwirt möglich gemacht.
tb