Nach dem erneuten Insolvenzantrag der Warenhauskette Galeria sieht die Gewerkschaft Verdi für die rund 12.000 Beschäftigten «eine völlige Ungewissheit». Galeria habe heute das vierte Insolvenzverfahren innerhalb von nur sechs Jahren eröffnet, ganz ohne eine Erklärung zu den Umständen, so die Verdi-Bundesfachbereichsleiterin Handel, Silke Zimmer, in einer Mitteilung. Das angeschlagene Unternehmen hatte beim Amtsgericht Düsseldorf am Vormittag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll aber vorerst weiterlaufen.
Bambergs Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier:
„Die erneute Insolvenz von Galeria trifft uns sehr. Galeria ist einer der Frequenzbringer im Herzen unserer Stadt. Deshalb geht es hier nicht nur um ein einzelnes Unternehmen, sondern um die Attraktivität unserer gesamten Innenstadt.
Wir haben den Bamberger Standort bereits während des vergangenen Insolvenzverfahrens intensiv unterstützt. Beim Galeria-Gipfel und darüber hinaus haben wir gemeinsam mit den Verantwortlichen daran gearbeitet, den Standort neu aufzustellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit der Regionaltheke, dem Kaffeehaus, der Freischankfläche und einem attraktiven Einzelhandelsangebot ist hier ein Kaufhaus entstanden, das neue Wege geht und von den Bambergerinnen und Bambergern sehr gut angenommen wird. Dass die Konzernleitung den Standort damals als zukunftsfähig bewertet und über das Insolvenzverfahren hinaus fortgeführt hat, war auch ein Erfolg dieser gemeinsamen Anstrengungen.
Wir sind deshalb weiterhin davon überzeugt: Der Standort Galeria in Bamberg ist gut aufgestellt und hat Zukunft. Jetzt heißt es, wieder anzupacken. Wir werden unverzüglich Kontakt mit den Verantwortlichen aufnehmen und unsere Unterstützung anbieten. Unser Ziel ist klar: Wir wollen alles dafür tun, dass Galeria trotz der erneuten Insolvenz als zentraler Einkaufsmagnet unserer Innenstadt erhalten bleibt und die Arbeitsplätze vor Ort gesichert werden.
Wir stehen an der Seite der Unternehmen – gerade dann, wenn es schwierig wird. Für einen starken Wirtschaftsstandort Bamberg werden wir auch diesen Weg gemeinsam mit Galeria gehen.“