Der 38 Meter hohe Funkturm am Sportplatz in Litzendorf, der bis vor kurzem noch die Ortsteile Schammelsdorf, Pödeldorf, Naisa und Litzendorf mit Mobilfunk für das Netz der Telekom versorgte, wird am Mittwoch, den 5. April abgebaut. Mitte März waren große Teile des umgebenden Erdreichs plötzlich abgesackt, so dass die Standsicherheit des mehrere Tonnen schweren Schleuderbetonmastes nicht mehr gegeben ist. Seitdem sind der Fußballplatz sowie der entsprechende Abschnitt der Straße am Wetterkreuz gesperrt und es kommt zu Beeinträchtigungen der Mobilfunkversorgung.
„Dass wir einen Mobilfunkmast aus Sicherheitsgründen abbauen müssen, kommt so gut wie nie vor“, berichtet Benedikt Albers, Pressesprecher der DFMG Deutsche Funkturm GmbH. Das Unternehmen betreibt in Deutschland etwa 34.000 Antennenträger für den Mobilfunk. „Aktuell untersuchen wir, ob die Erosion in Zusammenhang mit der Rodung der Bäume am Hang unterhalb unseres Mastes stehen könnte.“ Als der Funkturm 2018 gebaut wurde gab es dort noch eine dichte Vegetation, die heute nicht mehr da ist.
„Nachdem wir den Hinweis bekommen haben, dass die Erde um unseren Mast herum abgesackt ist, haben wir direkt reagiert“, berichtet Albers weiter. „Wir haben den Funkturm kurzfristig mit zwei großen Containern als Gegengewicht so gesichert, dass er nicht den Abhang zum Sportplatz herabstürzen kann. Heute rücken wir mit einem riesigen Spezialkran an und werden den Mast in mehreren Teilen von oben nach unten abbauen.“ Wenn es zu keinen Komplikationen kommt, verschwindet der Mast innerhalb eines Tages.
„In den letzten Tagen galt unsere oberste Priorität den Sicherungsmaßnahmen. Gleichzeitig sind wir dabei, gemeinsam mit der Telekom eine kurzfristige Übergangslösung für die Mobilfunkversorgung zu finden“, so Albers. Keine leichte Aufgabe, denn der bisherige Standort, der nun nicht mehr genutzt werden kann, war ideal gelegen. Ziel ist, in der Nähe einen mobilen Antennenträger zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung aufzustellen. Dazu untersucht das Unternehmen mehrere geeignete Flächen, auf denen das Provisorium stehen könnte. Wichtig ist, dass dort auch ein Stromanschluss sowie eine Datenanbindung mittels Glasfaserkabel oder Richtfunk hergestellt werden müssen, damit die provisorischen Antennen funken können. Das wird mindestens vier Wochen dauern.