In Wohngebieten ist es ganz deutlich sichtbar, wem ein Grundstück gehört: das ist meist klar abgegrenzt durch einen Zaun. Bei Feldern, Wiesen und Wäldern sind die Eigentumsverhältnisse oft bunt durcheinander gewürfelt. Das kommt noch aus früheren Zeiten, wenn Flächen unter Adligen oder Landwirten unter den Erben aufgeteilt wurden.
Diese Zersplitterung von Land aufzulösen nennt man in Fachsprache „Flurbereinigung“ oder „Flurneuordnungsverfahren“. Eine klarere Aufteilung soll effizienteres Wirtschaften für Landwirte und Waldbesitzer ermöglichen. Darauf setzt das Projekt Freiwilliger Landtausch in Stobersreuth bei Schwarzenbach an der Saale. Zwei Grundstückseigentümerinnen haben gut 38 Hektar Fläche untereinander ausgetauscht. Unterstützt haben dabei verschiedene Ämter, darunter das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Eine Besonderheit bei diesem Musterbeispiel für freiwilligen Landtausch sei die Größe der Fläche gewesen und dass auch Waldgrundstücke dabei waren, heißt es in einer Mitteilung. Normalerweise sind Tauschgebiete nur fünf Hektar groß. Außerdem profitiert davon auch der Markt Oberkotzau: Der kann an einer Grundstücksgrenze nun eine neue Grundwassermeldestelle errichten ohne die Bewirtschaftung zu stören.