Die Stadt Kronach zieht offenbar die finanzielle Notbremse: Wegen eingebrochener Einnahmen gilt in der Stadtverwaltung wohl seit September eine Haushaltssperre. Das berichtet die Neue Presse mit Verweis auf ein internes Schreiben, das dem Blatt vorliege.
So sollen neue Aufträge und Ausgaben nur noch nach strenger Prüfung vergeben werden. Grund sind unter anderem geringere Gewerbesteuereinnahmen und eine deutlich höhere Kreisumlage. Für dieses Jahr droht ein klar negatives Ergebnis. Das könnte sich auf die Finanzierung großer Projekte wie den Schwimmbadneubau oder das Bürgerspital auswirken.
Für den geplanten Neubau des Schwimmbads gab es eine Absage für Fördergelder vom Bund. Da sich die geschätzten Kosten von ursprünglich 25 Millionen Euro auf fast 50 Millionen Euro erhöht haben, wird in Kronach bereits über „bloß“ eine Generalsanierung diskutiert.