Der Fall Katina K. wird ab kommenden Montag erneut vor dem Landgericht Bamberg verhandelt. Der erste Prozess endete im vergangenen Jahr mit einer Verurteilung des Angeklagten Joseph H. zu zwölf Jahren Haft. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch auf, weil die Beweise nach seiner Einschätzung nicht ausreichend geprüft worden waren. Der Fall gilt als „Mord ohne Leiche“: Die 33-jährige Bulgarin Katina K. verschwand im August 2024. Ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem inzwischen 75-jährigen Joseph H. aus Bammersdorf bei Forchheim vor, seine damalige Lebensgefährtin getötet und ihre Leiche beseitigt zu haben. Als mögliches Motiv gilt ein Streit um Geld und die geplante Rückkehr der Frau nach Bulgarien. Der Angeklagte ist wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt. Im neuen Verfahren muss eine andere Strafkammer die Beweise vollständig erneut prüfen und bewerten, ob sie für eine Verurteilung ausreichen. Insgesamt sind 36 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 15. Januar fallen.