Die Sanierung der alten Kirschbaummühle in Lichtenfels ist in vollem Gange. Der Gebäudekomplex wird für das FADZ hergerichtet, das ist das Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien. Wie der Geschäftsleiter des Zweckverbands auf Nachfrage mitteilte, soll die Kirschbaummühle Ende 2027 oder Anfang 2028 fertig werden. Das ist etwas später als ursprünglich angepeilt. Die Sanierung im Bestand bringt aber laut Johannes Zeck auch einige Herausforderungen und Unbekannte mit sich. Baubeginn war im September. Seitdem wurde das Gebäude entkernt und statisch gesichert. Die Bodenplatte wurde 70 cm nach unten versetzt und Stockwerke rückgebaut. Aktuell wird der Untergrund mit Kleinbohrpfählen für die neue Bodenplatte verstärkt. Jetzt starten nach und nach weitere Arbeiten in verschiedenen Gewerken – etwa am Rohbau, im Holzbau oder am Aufzug. Der Innenausbau soll Anfang des kommenden Jahres beginnen. Dabei haben die Architekten auch immer die CO2-Bilanz des Umbaus im Blick, denn das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert – als eines von nur drei Projekten in Deutschland. Unter dem Titel „Lernen am CO2-neutralen Alltagsbau“ soll die Kirschbaummühle neue Erkenntnisse bringen, wie Bestandsgebäude möglichst nachhaltig saniert werden können – und wo es noch Probleme damit gibt.