Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl hat an Pfingsten zu mehr Zusammenhalt, Verständigung und Versöhnung aufgerufen. In seiner Predigt im Bamberger Dom warnte er vor gesellschaftlichen Tendenzen der Abgrenzung und des Rückzugs.
Der Heilige Geist wirke auf Einheit und Gemeinschaft hin, sagte Gössl. Vielfalt werde dabei nicht aufgehoben, sondern miteinander verbunden. Kritik übte der Erzbischof an zunehmenden „Me-first-Bewegungen“, bei denen eigene Interessen über das Gemeinwohl gestellt würden.
Die Kirche verstehe sich als Gegenbewegung zu Ausgrenzung und Spaltung. Zugleich räumte Gössl ein, dass auch die Kirche selbst von Konflikten und Spaltungen betroffen sei.
Zum Abschluss seiner Predigt rief der Erzbischof dazu auf, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen. Wörtlich sagte er: „Unsere zerrissene Welt wartet darauf.“