Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln gegen einen 32-jährigen Arzt. Er soll über mehrere Monate hinweg heimlich Bildaufnahmen von Frauen gemacht haben – sowohl in seinem privaten Umfeld als auch an seinem Arbeitsplatz in einem Bamberger Klinikum.
Der Fall kam ins Rollen, nachdem eine Zeugin bei einer öffentlichen Veranstaltung eine versteckte Kamera entdeckt hatte. Bei den anschließenden Durchsuchungen der Wohnung des Beschuldigten und seines Arbeitsplatzes ergaben sich laut Staatsanwaltschaft zudem Hinweise auf mögliche Verletzungen der Persönlichkeitsrechte von Mitarbeiterinnen.
Die Sozialstiftung Bamberg bestätigt die Durchsuchung eines ärztlichen Mitarbeiters und betont, die Ermittlungen umfassend zu unterstützen. Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise darauf, dass Patientinnen oder Patienten betroffen sind. Wie viele Menschen insgesamt geschädigt wurden, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Zu diesem Vorgang hat sich unterdessen auch der Stiftungsratsvorsitzende und Oberbürgermeisters Sebastian M. Niedermaier geäußert:
„Der Vorgang macht mich sehr betroffen. Wir dürfen auf keinen Fall zur Tagesordnung übergehen, es braucht die lückenlose Aufklärung der Ermittlungsbehörden. Diese unterstütze ich vollumfänglich. Der Schutz der Mitarbeitenden sowie der Patientinnen und Patienten hat allerhöchste Priorität. Als neuer Stiftungsratsvorsitzender werde ich gemeinsam mit dem Stiftungsrat und dem Vorstand der Sozialstiftung die Aufklärung und Weiterentwicklung von Schutzkonzepten eng begleiten.“