Die Stadt Kulmbach müsse wieder Eigentümer des Spinnereigeländes werden. Das ist ein Konzept der FDP Kulmbach im Wahlkampf. OB-Kandidat Thomas Nagel berichtet von einem Gesprächsabend am Montag mit dem Historiker Martin Pöhner. Er kommt aus Kulmbach und ist Mitglied im Stadtrat in Bamberg. Er hat am Montag über die Geschichte des ehemaligen Spinnereigeländes gesprochen und an Beispielen aus anderen Städten gezeigt, wie der leer stehende Gebäudeteil in Richtung Bahnhof revitalisiert werden könnte. Es seien sowohl private Investoren denkbar als auch eine Sanierung durch die Stadt mit Landes- und Bundesmitteln, so Pöhner. Die Kunst sei, entsprechende Konzepte und Anträge auszuarbeiten und zu stellen. Er hat sich dafür ausgesprochen, dass die Stadt das Gebäude von dem aktuellen Investor zurückkauft, um den jahrelangen Verfall des Industriedenkmals zu stoppen. Die alte Spinnerei in Kulmbach sei ein Industriedenkmal von überregionaler Bedeutung, das unbedingt für künftige Generationen erhalten werden müsse, betont Pöhner. Nagel ergänzt: nur wenn die Stadt Eigentümer ist, könne sie das Spinnerei-Areal entwickeln.