Im Prozess um Dieselbetrug am Landgericht Hof sollen heute weitere Urteile fallen. Dabei geht es aber nicht um den Chef des mittlerweile insolventen Mineralölunternehmens aus Schwarzenbach an der Saale, sondern um vier Mitangeklagte.
Der Mineralölhändler soll zunächst medizinisch durchgecheckt werden, nachdem seine Verteidigung ihn wegen gesundheitlicher Probleme für verhandlungsunfähig hält. Fraglich, ob er überhaupt verurteilt wird. Das entscheidet sich im August. Das Verfahren hat das Gericht abgetrennt. Vor Gericht stehen jetzt also vier Angeklagte, die alle in die Geschäfte rund um den gepanschten Kraftstoff aus dem Ausland verwickelt waren… Sie alle müssen sich wegen Steuerhinterziehung verantworten. Durch den Dieselbetrug ist bekanntlich ein Steuerschaden von gut 44 Millionen Euro entstanden. Im Laufe des Prozesses hat das Landgericht Hof bereits Haftstrafen für drei Beteiligte verhängt. Unter anderem, weil sie den minderwertigen Diesel bestellt und ausgeliefert hatten.