Die Zahl der Asylneuzugänge geht deutlich zurück – auch in Oberfranken. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann spricht von einer „Asylwende in vollem Gange“. Landesweit sanken die Neuzugänge im vergangenen Jahr um 57 Prozent auf 13.865. Gleichzeitig stiegen Abschiebungen und freiwillige Ausreisen spürbar an. Diese Entwicklung zeige sich auch in der Anker-Einrichtung Oberfranken in Bamberg. Dort wurden 2025 insgesamt 3 700 Menschen neu aufgenommen – rund 35 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In den meisten Monaten lagen die Abgänge sogar über den Zugängen. Eine Ausnahme bildeten die Sommermonate, als Bamberg zeitweise zusätzliche Zuständigkeiten für weitere Herkunftsländer übernahm. Zuletzt sind die Zugangszahlen wieder leicht rückläufig. Aktuell leben rund 1 000 Menschen im Ankerzentrum. Von dort aus werden die Geflüchteten auch ins RadioEINS-Land verteilt.