Viele finden sie nervig, weil sie nochmal Rechnungen und Dokumente eines ganzen Jahres zusammensammeln, nachrechnen und das Amtsdeutsch übersetzen müssen: Die Steuererklärung. Pünktlich zum Fristende soll sie jedes Jahr beim zuständigen Finanzamt sein. Aber wie schnell sind die Finanzämter dann selbst mit dem fertigen Steuerbescheid? Das geht aus einer Erhebung des Onlineportals „Lohnsteuerkompakt“ hervor.
Demnach liegt das Finanzamt Plauen bundesweit ziemlich weit vorn in Sachen Schnelligkeit, mit Platz 33 und etwa 38,4 Tagen Bearbeitungszeit. In Sachsen macht das Platz 6 für das Plauener Finanzamt. Das Finanzamt Wunsiedel mit der Außenstelle Selb hat im vergangenen Jahr 42,5 Tage gebraucht, um eure Steuerangaben zu bearbeiten. Macht Platz 21 von 77 Finanzämtern in Bayern und die Verbesserung um einen Rang verglichen mit dem Vorjahr. Das Finanzamt Hof mit Außenstellen schafft eure Steuer in 48,8 Tagen (Rang 38 in Bayern) – eine deutliche Verbesserung zu 2024, wo es gut 62 Tage zur Bearbeitung gebraucht hat. Der deutschlandweite Schnitt lag im vergangenen Jahr bei über 50 Tagen Bearbeitungszeit – das Finanzamt Zwiesel in Bayern war das schnellste mit 28,4 Tagen.
Bundesweit schaffen es auch die Berliner Finanzämter sehr schnell – die internationale Stelle in der Hauptstadt braucht dagegen am Längsten. Die Autoren der Studie schreiben dazu: Die Dauer der Bearbeitungszeit gebe Hinweise darauf, wie gut die Digitalisierung und Automatisierung in den Ämtern fortgeschritten sei. Je besser das in einem Amt funktioniere, desto geringer sei der Routineaufwand. Schnellere Ämter hätten dadurch mehr Kapazitäten, um sich auf komplexere Fälle zu konzentrieren, heißt es in der Auswertung.