Die Freude bei Bosch in Bamberg ist groß: Für das Bosch-Antriebssystem für Brennstoffzellen gibt es den Deutschen Zukunftspreis. Im Leitwerk Bamberg werden die sogenannten FCEV-Stacks gefertigt – das Herzstück der Wasserstoff-Technologie. Betriebsratsvorsitzender Mario Gutmann betont, dass der Preis auch ein Verdienst der rund 6.000 Beschäftigten in Bamberg ist. Gleichzeitig äußert Gutmann seinen Frust über die Bundesregierung:
„Zuerst freue ich mich natürlich sehr darüber, dass unsere Brennstoffzelle als Antriebssystem von Bosch mit dem Herzstück jeder Brennstoffzelle unserem FCEV-Stack aus Bamberg, den deutschen Zukunftspreis gewonnen hat. Damit stellt Bosch, aber vor allem Bosch-Bamberg seinen Willen und seine Innovationsfähigkeit in der Transformation beeindruckend unter Beweis und das ist unser Beitrag für die Dekarbonisierung. Bosch-Bamberg kann Wasserstoff in all seinen Facetten, das haben wir am 5.11. schon unter Beweis gestellt, wo wir unseren Wasserstoffkreislauf in Bamberg feierlich eröffnet haben, wo auch der eigene und erste Elektrolyseur zur Herstellung von Wasserstoff eingeweiht wurde. Aber so langsam sind andere dran, ihre Hausaufgaben zu machen. Wir bekommen es in Deutschland nicht gebacken und das macht mich echt fuchsig und das macht mich auch wütend, dass das Thema Wasserstoff als Energieträger nicht ganz oben auf der Agenda steht. Unsere Bundesregierung muss langsam ihre Hausaufgaben machen.“
Gutmann appelliert, die Weichen für Wasserstoff endlich richtig zu stellen, um den Industriestandort Deutschland zu sichern.