„Demokratie – von der Worthülse zum lebendigen Miteinander im Alltag“ – so heißt ein Workshop, an dem Achtklässlerinnen und Achtklässler der Carl-von-Linde-Realschule in Kulmbach heute (Mo) teilgenommen haben. Benjamin Hahn ist Lehrtrainer für Antigewalttraining und Konfliktmanagement und hat den Jugendlichen mithilfe von praktischen Übungen wichtige demokratische Werte vermittelt. Beispielsweise lernen sie, einander zuzuhören, zu akzeptieren, dass Menschen unterschiedliche Meinungen haben, und diese zuzulassen. Sie beschäftigen sich aber auch damit, warum Menschen eine andere Meinung haben und lernen, sich in andere hineinzuversetzen. Benjamin Hahn:
Das ist für mich so ein wichtiger Grundsatz bei Kinder- und Jugendlichen. Deswegen viel mit Bildern arbeiten. Das bleibt mehr hängen als ihnen jetzt sechs Stunden über unser demokratisches Parteiensystem zu erklären. Das schreckt ab. Aber ich kann ihnen erklären was hat Demokratie und Zuhören und Empathie mit unserem Alltag zu tun.
Beispielsweise haben die Jugendlichen einen Parcours absolviert. Sie sind einmal mit schwerem Rucksack und einmal ohne über die Hindernisse geklettert. Sie sollen dadurch lernen, dass manche Menschen viel Last mit sich tragen und damit schwerer durchs Leben gehen als andere.
Die Worthülse „Demokratie“ konnten die Schülerinnen und Schüler bereits nach wenigen Übungen füllen:
Dass es auf jeden Fall fair ist. Dann muss man seine eigene Meinung dazugeben. Und wenn jemand anderes etwas zu einem sagt, dass man sich nicht beeinflussen lässt, sondern dass man wirklich seine eigene Meinung sagt./ Dass jeder seine eigene Meinung haben darf und dass man auch jede Meinung berücksichtigt. / Ich finde Demokratie macht aus, dass viele verschiedene Menschen verschiedene Meinungen haben und dass die diese dann auch in gewissermaßen vertreten.