Bei der CSU im Bamberger Stadtrat sind die Weichen für die neue Wahlperiode gestellt: Melanie Huml ist zur Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion gewählt worden – einstimmig bei der konstituierenden Sitzung am Samstag.
Zu ihrem Stellvertreter und Fraktionsgeschäftsführer wurde Christian Lange bestimmt, neuer Schatzmeister ist Stephan Mühlich. Geleitet wurde die Wahl vom Landtagsabgeordneten Holger Dremel.
Huml kündigte an, die Fraktion wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Die Wähler erwarteten, dass weniger gestritten und mehr Sacharbeit geleistet werde. Auch Lange betonte, im neuen Stadtrat eine konstruktive Rolle übernehmen zu wollen.
Zugleich stellte Huml klar, dass die Bezeichnung „CSU-Stadtratsfraktion“ nur von der offiziell gebildeten Fraktion verwendet werden dürfe, und rief weitere gewählte CSU-Stadträte zur Mitarbeit auf.
Christian Lange am Nachmittag gegenüber Radio Bamberg:
„Das Namensrecht CSU liegt bei der CSU als Partei. Diese wird örtlich repräsentiert durch den CSU-Kreisverband. Der Kreisvorstand des CSU-Kreisverbands hat Melanie Huml gebeten, eine CSU-Stadtratsfraktion zu konstituieren. Das ist heute geschehen durch eine Einladung an all die zehn Mitglieder des Bamberger Stadtrats, die auf der Liste der CSU gewählt worden sind. Insofern ist heute die CSU-Stadtratsfraktion offiziell konstituiert worden. Grundsätzlich gehören alle Stadträtinnen und Stadträte, die auf der CSU-Liste kandidieren, per se der CSU-Stadtratsfraktion an. Den formalen Beitritt vollzieht man entweder dadurch, dass man an der konstituierenden Sitzung teilnimmt oder erklärt, dass man austritt. Deswegen werden jetzt alle diejenigen, die heute nicht anwesend waren, gefragt, ob sie weiterhin in der CSU-Stadtratsfraktion verbleiben wollen, was wir uns sehr wünschen. Oder ob sie eben die CSU-Stadtratsfraktion verlassen und sich eventuell einer anderen Gruppierung anschließen wollen. Sollte dies der Fall sein, dürfte diese jedenfalls keine Namensrechte an der Marke CSU führen.“
Ebenso äußerte sich Melanie Huml am Nachmittag gegenüber Radio Bamberg:
„Es ist ganz klar der Wunsch an mich herangetragen worden, als Fraktionsvorsitzende zu kandidieren und es ist auch in den letzten Gesprächen auch von Kandidatinnen und Kandidaten, die auf der Liste mit waren, aus der Partei heraus klargeworden. Ich muss sagen, selbst aus anderen politischen Gruppierungen ist an mich herangetragen worden, dass ich doch hier in die Verantwortung gehen soll und als Fraktionsvorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion kandidieren soll. Ich habe das heute angenommen, bin gewählt worden als CSU-Fraktionsvorsitzende und freue mich jetzt auch auf die Zusammenarbeit und ich finde vor allem, wir haben viel zu tun und ich möchte auch ganz gerne einfach in die Sacharbeit gehen, weil die Themen, die für Bamberg anstehen, die brennen. Ich denke an so Themen wie Wohnungsbau, ausreichend Betreuungsangebote, ich denke an das Thema Wirtschaft, an Arbeitsplätze hier in der Region. Also es gibt einfach wirklich genug zu tun. Für mich ist erstmal ganz wichtig, dass wir jetzt Klarheit geschaffen haben und das Angebot ist da, dass eben die zehn auf der CSU-Stadtratsliste, die kandidiert haben, dass sie auch hier in einer CSU-Stadtratsfraktion bleiben und sind. Von daher haben wir heute mit fünf gestartet und ich bin der Überzeugung, dass wir hier auch zukünftig gut zusammenarbeiten können und ich bin einfach offen dafür. Ich bin ein Mensch, der zusammenbringen möchte und es ist ein Angebot aber auch immer an die anderen und man kann Menschen nicht zwingen, sondern es ist ein Angebot. Und ich bin auch der Auffassung, wir sind jetzt von den Wählern gewählt. Im Sinne der Demokratie sind auf der CSU-Stadtratsliste zehn Personen jetzt in den Bamberger Stadtrat gewählt worden und ich finde man sollte diesem Wählerwillen auch entsprechen.“