Nach den Kommunalwahlen im Landkreis Forchheim gibt es innerhalb der CSU deutliche Diskussionen über die eigene Wahlkampfführung – und vor allem über Kreisvorsitzenden Michael Hofmann.
Auslöser sind unter anderem kritische Stimmen aus der Partei, die Hofmann eine Mitverantwortung für die Niederlage des CSU-Landratskandidaten Oliver Flake zuschreiben. Besonders seine teils scharfen Aussagen im Wahlkampf, etwa in Richtung SPD, Grünen und Freien Wählern, werden intern hinterfragt. Diese hätten laut Kritikern eher zu zusätzlicher Mobilisierung der Gegenseite geführt. Darüber berichten aktuell die Nordbayerischen Nachrichten.
Auch CSU-Politiker selbst zeigen sich selbstkritisch: Der Eindruck von „Postenpolitik“ sei entstanden, heißt es. Gleichzeitig wird betont, dass politische Gespräche zwischen Parteien üblich und legitim seien. Die öffentliche Kritik in dieser Schärfe sei jedoch aus Sicht einiger Beteiligter nicht hilfreich gewesen.
Trotz der Debatte lehnen führende CSU-Vertreter Forderungen nach personellen Konsequenzen zunächst ab. Die aktuelle Situation sei kein Zeitpunkt für weitere Zuspitzung, sondern für interne Aufarbeitung und Manöverkritik, heißt es aus Parteikreisen.