Sie hatten skandiert – „Kulmbach ist bunt“ – und das war die Innenstadt auch am Samstagnachmittag beim ersten Christopher Street Day in Kulmbach. In der Fußgängerzone waren einige Läden mit Fähnchen in Regenbogenfarben geschmückt, laute Musik und Sprechchöre waren zu hören. Die Veranstalterinnen, Sophia Seitter und Eva Drechsler, waren selbst überrascht über die Resonanz:
Also wir haben ja 250 Leute angemeldet, weil wir gedacht haben, das ist ungefähr eine realistische Zahl, das haben wir auf jeden Fall übertroffen. Wir hätten nie und immer mit so vielen Leuten gerechnet. Wir sind ganz überwältigt, muss ich ehrlich sagen. Wahnsinn. Ja, wir freuen uns natürlich enorm, so viel Rückhalt hier in der Kulmbacher Gesellschaft natürlich auch zu haben. Wir haben gesehen, wie viele Läden sich auch geschmückt haben, extra für die Veranstaltung heute. Und das ist das, was uns natürlich super glücklich macht, weil wir einfach sehen, wir machen was von Kulmbachern für Kulmbacher und wir sind bunt.
Rund 500 Teilnehmer haben in einem Demonstrationszug für die Rechte von queeren Menschen demonstriert und sich gegen Ausgrenzung gestellt. Nach der Demo gab es eine Kundgebung am Markplatz und danach eine Aftershow-Party in der Alten Gössmannsreuther Schule.