Mehrfach sind Schockanrufe in den vergangenen Wochen in Oberfranken erfolgreich gewesen – jetzt können die Ermittler einen Erfolg vermelden. In Creußen hat eine Seniorin Ende Juli Geld und Schmuck an einen angeblichen Polizisten übergeben. In Heinersreuth hat ein Kind im August nach einer erfundenen Unfallgeschichte einen Tresor und Geld herausgegeben. Die zwei mutmaßlichen Geldabholer sitzen jetzt in Untersuchungshaft.
Unterdessen warnt die Polizei in der Oberpfalz vor einer neuen Masche. Angebliche Mitarbeiter einer Bank spielen vor allem russichsprachigen Opfern am Telefon vor, dass ein früherer Bankmitarbeiter im Namen der Opfer hohe Kredite aufgenommen hat. Die Betroffenen sollen deshalb auf ein Sicherheitskonto Geld überweisen. In Wirklichkeit landet es bei den Betrügern. Corinna Wild vom Polizeipräsidium Oberpfalz:
Auch bei dieser neuen Masche des Callcenterbetrugs raten wir als Polizei: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, beenden Sie das Gespräch und im Zweifel kontaktieren Sie die 110. Geben Sie auch keine Bankdaten oder Kontostände heraus und überweisen Sie niemals Geld auf ein angebliches Sicherheitskonto oder Referenzkonto.“
Auch die Nummer, die es auf dem Display anzeigt, muss nicht echt sein. Die Betrüger können sie fälschen und damit angebliche Behörden vortäuschen.