In Kulmbach haben sich am Abend (Mo 08.06.) junge Bäckerinnen und Bäcker aus ganz Oberfranken getroffen. Im Bayerischen Bäckereimuseum ging es um Betriebsübernahmen, Existenzgründungen, aber auch darum, die Chancen und Perspektiven des Handwerks aufzuzeigen. Innungsobermeister Harald Friedrich:
Man muss natürlich auch immer wieder darstellen, dass du als Bäcker jeden Tag das Werk deiner Hände siehst. Dass du kreativ tätig sein kannst. Und auch Betriebe, die nach wie vor Nachtarbeit haben – das ist ja nicht grundsätzlich schlecht. Gerade jetzt in den Sommermonaten. Man arbeitet nachts und hat den ganzen Nachmittag frei, sodass man Freizeitaktivitäten machen kann.
Es gibt aber bereits Bäckereien, die ihren Azubis anbieten, nicht mehr nachts arbeiten zu müssen. So wollen sie mehr Nachwuchs gewinnen. Neben den fehlenden Auszubildenden würden die Bäckereien weiterhin die hohen Energiekosten und Rohstoffpreise belasten, so Friedrich weiter. Eine positive Entwicklung sei jedoch, dass immer mehr Menschen die Qualität der Backwaren zu schätzen wüssten.