Schockanrufe in der Region: Betrüger in Kemnath und Hof erfolgreich

01. September 2026 , 13:56 Uhr

Seit vergangener Woche sind wieder Callcenter-Betrüger in der Region im Einsatz, die versuchen, älteren Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Am Montag hat es einen über 80 Jahre alten Senior aus Kemnath im Landkreis Tirschenreuth getroffen. Ihn riefen ein angeblicher Bankmitarbeiter und eine falsche Polizistin an. Sie behaupteten, der Mann müsse seinen Schmuck in Sicherheit bringen, damit Einbrecher ihn nicht klauen können. Er legte deshalb Schmuck im vierstelligen Wert vor sein Haus, den ein Unbekannter abholte.
Auch in Hof waren Betrüger am Montag erfolgreich. Bei einem 70 Jahre alten Mann riefen falsche Polizisten an, die behaupteten, dass seine Tochter einen tödlichen Unfall verursacht hätte. Um dem Gefängnis zu entkommen, müsste er eine Kaution zahlen. Der Mann übergab schließlich in der Gartenstraße ein braunes Kuvert mit mehreren tausend Euro. Der Abholer war etwa 35 Jahre, mittelgroß und sah osteuropäisch aus.
Die Polizei sucht in allen Fällen Zeugen.

Kripo Weiden: 0961/401-2222

Kripo Hof: 09281/704-0

Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten:
• Legt sofort auf, wählt selbstständig die 110 und fragt bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind.
• Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von euch.
• Übergebt niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde – auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben
• Bankmitarbeiter werden nie an der Haustür nach Bankkarten und PINs fragen. Gebt eure Bankkarte und insbesondere eure PIN niemals an unbekannte Personen weiter.
• Lasst euch nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger.
• Ruft niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Die Täter nutzen die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display (auch nicht mit Vorwahl).
• Vereinbart mit euren Angehörigen oder engen Kontaktpersonen ein persönliches Codewort, das nur euch bekannt ist. So könnt ihr im Ernstfall echte Notrufe von Betrugsversuchen unterscheiden.
• Lasst euren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest den Vornamen und die Adresse entfernen. Wendet euch dafür an euren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen findet ihr unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/

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