Der Bundestag berät heute erstmals über das, was die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzpaket im kommenden Jahr mit sich bringen sollen. Teil der EEG-Novelle ist unter anderem, dass Netzbetreiber keine Entschädigung mehr bekommen könnten, wenn sie zur Netzstabilisierung die Einspeisung von Strom aus Wind- oder Solaranlagen drosseln müssen. Und auch die Einspeisevergütung für neue Anlagen soll wegfallen.
Weil das auch Auswirkungen auf Investoren und Unternehmen in Oberfranken haben dürfte, schaut die Industrie und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth genau auf das, was in Berlin besprochen wird. Wichtig für den Industriestandort Oberfranken ist demnach, dass die Regelungen private Investitionen in erneuerbare Energien nicht ausbremsen. Die Risiken müssten kalkulierbar bleiben. Angesichts dessen, dass jedes dritte Industrieunternehmen schon Kapazitäten ins Ausland verlagert, dürften Strompreis und Energie für die Wirtschaft nicht noch teurer werden. Die Unternehmen müssen ab 1. Januar wissen woran sie sind, sagt IHK-Präsident Michael Waasner. Er sieht allein in Oberfranken etwa 100 Windkraftanlagen in Gefahr, wenn die Reform des EEG und das Netzpaket unverändert bleiben.