18 Jahre ist Matthias Döhla an der Spitze von Konradsreuth gestanden. Heute ist sein letzter Tag als Bürgermeister. Er ist stolz auf viele Projekte, die die Gemeinde auf den Weg gebracht hat, wie die Sanierung der Grundschule mit dem Kita-Anbau, einen neuen Discounter oder den Jugendtreff. Die Jugendarbeit war Döhla besonders am Herzen gelegen:
Wir haben Jungbürgerversammlungen eingeführt, wo sich die Kids einfach auch äußern können. Es gibt einen Jugendbeauftragten bei uns seit der Zeit auch, der den direkten Kontakt auch dann von den Jugendlichen in den Gemeinderat hält. Ich erinnere jetzt mal an unsere Skateranlage. Die haben die selbst gebaut. Deswegen haben die die auch so geschont letztendlich, weil es ihr Werk war.
Nun zieht sich Döhla aus gesundheitlichen Gründen komplett aus der Politik zurück. Im Mai übergibt er das Bürgermeister-Amt an Andreas Ploß:
Es ist nicht meine Art, aus der zweiten Reihe dann rumzuschlaumeiern und zu sagen, ich würde aber. Oder andersrum, dann wird ja immer gefragt, das müsstest du doch wissen als alter Bürgermeister. Natürlich weiß ich viele Dinge. Ich hab zu Andreas gesagt, wenn du was wissen willst, ruf mich an. Aber ich werde mich nicht einmischen von meiner Seite aus. Nein, das werde ich nicht tun.
Für seinen Nachfolger hat Matthias Döhla auch noch einen Tipp:
Parteipolitik spielt in der kommunalen Ebene gar keine Rolle. Du machst immer Politik für die Bürger. Wenn du den Bürgerinnen und Bürgern gut zuhörst und Dinge auch versuchst einzuordnen, wenn du ehrlich zu den Menschen bist, dann bist du auch erfolgreich.
Ein Highlight zum Abschluss von Döhlas Amtszeit war vergangene Woche seine letzte Trauung. Den Termin hat eine Mitarbeiterin vorverlegt, um sich noch von ihm trauen zu lassen. In seiner Freizeit will Matthias Döhla weiter beim Radio moderieren. Nach einer Auszeit kann er sich einen Job in der IT vorstellen.