Die BuB-Stadträtin Karin Einwag will prüfen lassen, ob in Bamberg ein Paul-Maar-/Sams-Museum entstehen könnte. Ihr Antrag sieht vor, noch in diesem Jahr mögliche Standorte, Kosten, Fördermöglichkeiten und Trägermodelle zu untersuchen. Vorrang sollen bestehende Gebäude haben.
Hintergrund ist das geplante Paul-Maar-Museum in Hallstadt. Dort wurden 840 Unterschriften für ein Bürgerbegehren eingereicht. Das Projekt soll rund 7,5 Millionen Euro kosten. Einwag stellt ihren Antrag vorsorglich für den Fall, dass Hallstadt das Vorhaben nicht weiterverfolgt. Sie verweist auf die enge Verbindung Maars zu Bamberg: Der Autor lebt hier, die drei Sams-Filme wurden in der Stadt gedreht.
BuB-Stadträtin Karin Einwag:
„Paul Maar ist einer der bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren und der SAMS ist natürlich ganz eng mit Bamberg verwurzelt. Wir stellen diesen Antrag, um prüfen zu lassen, inwieweit man in bestehenden Räumlichkeiten ein Museum einrichten könnte oder auch inwieweit Wanderausstellungen oder Lesungen für Schulklassen konzipiert werden können.“
Auch Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier verweist auf die Verbindung Maars zu Bamberg, betont aber die Frage der Finanzierung:
„Ein Sams-Museums in Bamberg klingt natürlich charmant und reizvoll, nicht nur weil wir stolz auf den berühmtesten, hier lebenden Autoren und Ehrenring-Träger Paul Maar sind, sondern weil auch die Verfilmungen der Sams-Geschichten hier gedreht wurden und viele Bamberger Orte in den Filmen auftauchen. Letztlich muss ein solches Projekt auch finanziert werden, daher kann ich die Diskussion in Hallstadt grundsätzlich nachvollziehen.“ Das bedeutet natürlich, dass auch in Bamberg ein solches Projekt erstmal finanziert werden müsste, so die Stadt Bamberg.
Der Antrag beinhaltet noch keine Entscheidung für ein Museum. Zunächst soll geklärt werden, ob ein solches Projekt fachlich und finanziell umsetzbar wäre. Die Ergebnisse sollen noch bis Ende 2026 vorgelegt werden.